Frühlingskleid(ungs) Sew Along - Teil 2

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Die Nähmaschine ist schon an ihrem Bestimmungsort und alle Stoffe sind verpackt. Bevor alles in Kisten war, habe ich aber noch festgestellt, dass ich sehr vorbildlich war und bereits das Schnittmuster abgepaust habe.
Der aktuelle Stand fühlt sich jetzt in etwa so an, dass ich zwei Schritte nach vorn gelaufen bin (Schnittmuster ist abgepaust und Stoff ausgewählt), ich aber gleichzeitig drei Schritte wieder zurück laufen musste.

... gehe zurück auf Los, ziehe keine 4.000,- DM ein ...

 

Ich weiß derzeit nicht, wo das Schnittmuster ist, die Scheren, Nadeln und der Stoff. Und die Maschine schläft. Es macht mich traurig und ich habe leichte Entzugserscheinungen.


Für welchen Stoff ich mich entschieden habe? Der Favorit ist momentan der blaue Stoff. Möglicherweise ändert sich das bis zur nächsten Woche und in den Kommentaren wird auch noch argumentiert für die Blumen - wer weiß.

Warum der blaue Stoff? Ich hätte gern ein Kleid, dass ich auch problemlos im Büro tragen kann und ich mag gern ein wenig "maritimes" tragen. Ich besitze schon gestreifte genähte Jäckchen, die gut dazu passen würden. Außerdem spekuliere ich ja noch mit einem dunkelblauen Frühjahrsmantel und habe dazu schon eine passende Tasche. Und doppel außerdem habe ich aufgrund der Entzugserscheinungen die Stricknadeln herausgekramt und stricke gerade einen dünnen Schal. Der würde (wenn irgendwann fertig) gut dazu passen, denke ich.

Soviel also zur aktuellen Lage. Ich vermute, dass ich in der nächsten Woche aussetze, weil ich bohre und hämmere und vermutlich auch bis zum 30.03. nicht mehr als heiße Luft produziert habe, aber dann geht es bergauf. Ganz bestimmt. Was zu tun ist, ist ja jetzt klar.

Hier nochmal der Plan und wie weit die anderen sind, findet ihr bei Mizoal.

  • 09.03.2014: Vorstellung des Sew Alongs. Wie sieht der Plan aus. Habe ich schon einen Plan? Wohin will ich?
  • 16.03.2014: Ich habe ein Schnittmuster, aber keinen passenden Stoff – zu Hilf, wo kaufen? Ich habe Schnittmuster und Stoff, es kann losgehen. Ich bin schon bissli gestrebt und beim Zuschnitt.
  • 23.03.2014: Stoff da, Schnitt da. Brauch ich ein Probekleid oder bin ich mutig und nähe ohne? Wo gibt es Probleme? Reicht mein Stoff?
  • 30.03.2014: Los geht’s! Die ersten Nähte sind gemacht. Ich bin schnell und überlege ein zweites Kleid.
  • 06.04.2014: Zwischenstand – Verdammt es passt nicht, was muss ich ändern? Sieht doch schon ganz tragbar aus! Probekleid passt, jetzt geht es an das Frühlingskleid.
  • 13.04.2014: Wir gehen auf die Zielgerade. Wo muss ich noch was anpassen? Soll da noch eine Verzierung hin? Bin ich gar schon beim zweiten Kleid?
  • 20.04.2014: FINALE, ohoo… Es ist traumhaft geworden.

Liebe Grüße

Frühlingskleid(ungs) Sew Along - Teil 1

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Wenn eigentlich keine Zeit ist, sollte man sich ja unbedingt noch neue weitere zeitraubende Beschäftigung suchen, oder? Obwohl ich letztens noch geschrieben habe, dass ich etwas gelernt habe - nämlich mach mal eins nach dem anderen und wenn es mal schnell gehen soll, geht es sowieso nie schnell! - habe ich mich nach kurzem Gespräch mit Dana dazu entschieden, dass ich für Ostern auch ein neues Kleid brauche.
Die Randbedingungen etwas neues anzufangen, sind allerdings denkbar ungünstig. Ab heute habe ich nämlich  keine Nähmaschine. Glücklicherweise ist das nur ein vorübergehender Zustand, aber ich weiß nicht genau, wann ich alles wieder soweit sortiert habe, dass ich wie gewohnt sorglos meine eigene Fusselecke habe. Ich muss also improvisieren und werde wohl dem allgemeinen Plan nicht ganz folgen können. Aber halb so schlimm, es ist ja genug Zeit (noch).
Wie sieht mein planloser Plan also jetzt aus. Ich weiß schon ganz genau, was ich machen will und ich habe zwei Stoffkandidaten, die in Frage kommen. Zwei Kleider plane ich aber vorerst nicht, denn ich weiß ja nicht, wie sich das entwickelt. Die Stoffe sind sehr unterschiedlich. Einmal weich fallend und dann normal - eher steif. Der eine Stoff ist dunkelblau und der andere schwarzgrundig mit einem Blütenmuster. Die Blüten sind zum Teil lachsfarbend. Ich streichel den Stoff schon eine ganze Weile und für das Frühjahr wäre das schon sehr passend.
Und bei dem Blauen mag ich eben den weichen Fall und stelle mir gerade ein paar maritime Accessoires vor - wie eine gestreifte Strickjacke ... ich werde mal sehen, worauf ich Lust habe!
Quelle: Vogue Pattern / V1371
Stoffe zeige ich dann in der nächsten Woche (wenn nicht schon verpackt) und vielleicht ist dann auch gedanklich schon einiges klarer. Das Schnittmuster wird auf jeden Fall Vogue V1371.
Der Sew-Along wird organisiert von Cutiecakeswelt und Mizoal, die heute auch die anderen Teilnhemer beherbergen, die schon den Frühlingsduft in der Nase haben.

Hier nochmal der Plan
  • 09.03.2014: Vorstellung des Sew Alongs. Wie sieht der Plan aus. Habe ich schon einen Plan? Wohin will ich?
  • 16.03.2014: Ich habe ein Schnittmuster, aber keinen passenden Stoff – zu Hilf, wo kaufen? Ich habe Schnittmuster und Stoff, es kann losgehen. Ich bin schon bissli gestrebt und beim Zuschnitt.
  • 23.03.2014: Stoff da, Schnitt da. Brauch ich ein Probekleid oder bin ich mutig und nähe ohne? Wo gibt es Probleme? Reicht mein Stoff?
  • 30.03.2014: Los geht’s! Die ersten Nähte sind gemacht. Ich bin schnell und überlege ein zweites Kleid.
  • 06.04.2014: Zwischenstand – Verdammt es passt nicht, was muss ich ändern? Sieht doch schon ganz tragbar aus! Probekleid passt, jetzt geht es an das Frühlingskleid.
  • 13.04.2014: Wir gehen auf die Zielgerade. Wo muss ich noch was anpassen? Soll da noch eine Verzierung hin? Bin ich gar schon beim zweiten Kleid?
  • 20.04.2014: FINALE, ohoo… Es ist traumhaft geworden.

Trick 17 mit Selbstüberlistung

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Was für ein Wirrwarr manchmal in meinem Kopf herrscht, ist gut an der Entstehungsgeschichte dieses Kleides zu sehen. Ich hatte mir ganz klar vorgenommen die beiden angefangenen Kleider (eigentlich beide fast fertig) zu beenden. Wie das dann aber so ist mit guten Plänen, sie werden kurzerhand beiseite geschoben. Ich musste also unbedingt etwas anderes zuschneiden und dachte leichtsinnig, wenn ich einen Schnitt nehme, den ich schon kenne, spare ich das Pausen und wenn ich Jersey nehme, spare ich den Reißverschluss. Macht dann in Summe ein ganz schnelles Kleid mit Erfolgsgarantie. Logisch, oder?
Ich wählte also Peony von Colette und den schwarzen Courtelle Jersey von Stoff und Stil. Ich schnitt das Oberteil mit kurzen Ärmeln zu - alles noch ohne Zwischenprobleme. Dann erinnerte ich mich schwach, dass ich die Röcke meiner vorherigen Peony-Projekte zu kurz finde und entschied, das Rockvorderteil um 12 cm zu verlängern. Hätte ich mal besser nachgedacht, hätte ich gewusst, dass 12 cm defintiv nun einen viel zu langen Rock ergeben. Dann schnitt ich das Rockhinterteil zu bzw. stellte fest, dass ich es nicht mit 12 cm Verlängerung zuschneiden kann, weil ... der Stoff nicht reicht.
Aber von so kleinen Stolpersteinen lasse ich mich ja nicht abbringen. Ich zog also einen Rest Romanit in rot aus dem Regal, kürzte das verlängerte Vorderteil wieder (wie sinnig) und schnitt für hinten und vorne einen roten Saumstreifen zu. Ich bin ja ein cleveres Menschenkind.
Am Ärmel wäre rot ja auch ganz nett und der restliche Rest war ebenso noch in ausreichender Menge da. Also setzte ich noch ein Stück am Ärmel an. Dann nähte ich alles zusammen. Die Idee ohne Reißverschluss war gut, das Material ließ das Ein- und Aussteigen zu.
Und nun? Wo ist das rot? Bei der Anprobe stellte ich fest, dass das Kleid viel zu lang war und dass das mit dem roten Streifen gar keine gute Idee war. Wieso war das Kleid denn jetzt soooo lang? Mein Mann lächelte nur und meinte, dann schneidest du das rote Zeug eben wieder ab. Also vertagte ich mein gedanklich als "Schnell-an-einem-Abend"-Projekt auf den nächsten Abend. Ich hatte keine Lust mehr und wollte nur noch ins Bett.
Am folgenden Tag ging es dann weiter - mein schlechtes Gewissen begleitete mich immerwährend und erinnerte mich daran, dass ich nun schon 3 fast fertige Kleider da liegen habe.
Eins ist jetzt fertig! Und ich habe wieder etwas gelernt - nämlich mach mal eins nach dem anderen und wenn es mal schnell gehen soll, geht es sowieso nie schnell!
Liebe Grüße